Stress ist etwas, das fast jeder erlebt, aber es betrifft nicht alle in gleicher Weise. Bei manchen Menschen führt es zu rasenden Gedanken und Gereiztheit. Bei anderen äußert es sich körperlich durch verspannte Muskeln, Müdigkeit oder schlechten Schlaf. Die gute Nachricht ist, dass es natürliche und wirksame Möglichkeiten gibt, sowohl geistige als auch körperliche Spannungen zu lösen – und eine der wirksamsten Methoden ist Yoga.
Yoga ist weit mehr als einfaches Dehnen. Es handelt sich um eine Geist-Körper-Praxis, die dabei hilft, Ihr Nervensystem so zu trainieren, dass es sich leichter entspannen kann. Entspannung ist eigentlich eine Fähigkeit, die man im Laufe der Zeit entwickelt. Wenn Sie regelmäßig beruhigende, erholsame Aktivitäten in Ihren Tag einbauen, gelingt es Ihrem Körper, Stress besser zu bewältigen. Untersuchungen deuten darauf hin, dass Yoga dazu beitragen kann, Angstzustände zu reduzieren, Stress abzubauen und die mit Depressionen verbundene Stimmung zu verbessern.

Wenn Atemtechniken mit sanften Yoga-Bewegungen kombiniert werden, können sie dabei helfen, den Blutdruck zu senken und den Blutdruck zu senkenCortisol, das Hormon, das mit dem Körper verbunden istKampf-oder-Flucht-Reaktion. Wenn der Cortisolspiegel sinkt, kann der Körper endlich aus dem Überlebensmodus in den Erholungsmodus wechseln.
Wenn Ihr Ziel tiefe Entspannung ist, sind die folgenden Posen besonders effektiv.
1. Kinderpose
Diese sanfte Haltung wird oft als Ruheposition in Yoga-Kursen verwendet und signalisiert dem Körper, dass es sicher ist, langsamer zu werden.

Beginnen Sie auf Händen und Knien in einer Tischposition, wobei Ihre Hände hüftbreit oder etwas weiter auseinander unter Ihren Schultern und Knien liegen. Bringen Sie Ihre großen Zehen zusammen.
Atmen Sie langsam aus, während Sie Ihre Hüften zurück zu Ihren Fersen senken. Lassen Sie Ihren Oberkörper zwischen Ihren Oberschenkeln ruhen und legen Sie Ihre Stirn auf die Matte.
Sie können Ihre Arme mit den Handflächen nach unten nach vorne strecken oder sie mit den Handflächen nach oben neben Ihren Körper legen. Schließen Sie die Augen und konzentrieren Sie sich auf eine ruhige, gleichmäßige Atmung.
2. Beine hoch an der Wand
Diese sanfte umgekehrte Haltung ist zutiefst beruhigend, da Ihr Körper vollständig gestützt wird, was zur Beruhigung des Nervensystems beiträgt.

Legen Sie sich auf den Rücken und strecken Sie die Beine gerade nach oben gegen eine Wand. Bewegen Sie Ihre Hüften näher heran, sodass sie die Wand leicht berühren, wenn das angenehm ist. Bleiben Sie hier für 10 bis 15 langsame Atemzüge.
Wenn Sie ein Spannungsgefühl in Ihren Kniesehnen verspüren, entfernen Sie sich leicht von der Wand und beugen Sie Ihre Knie, sodass Ihre Fersen an der Wand anliegen. Dies reduziert die Belastung der Rückseite Ihrer Beine.
Wenn Sie Beschwerden im unteren Rücken haben, legen Sie ein gefaltetes Handtuch oder eine Decke unter Ihre Hüften, um den Druck auf die Wirbelsäule zu verringern.
3. Zurückgelehnte Taubenhaltung
Enge Hüften kommen besonders bei Sportlern und Menschen, die lange sitzen, sehr häufig vor. Wenn die Hüftmuskulatur angespannt ist, wird der untere Rücken oft zusätzlich belastet.

Legen Sie sich auf den Rücken und kreuzen Sie den linken Knöchel über dem rechten Oberschenkel. Beugen Sie Ihr rechtes Knie und greifen Sie hinter Ihr rechtes Bein.
Ziehen Sie Ihr Bein vorsichtig in Richtung Brust, bis Sie eine Dehnung in Ihrer Hüfte spüren. Etwa 30 Sekunden lang gedrückt halten. Während sich Ihr Körper anpasst, können Sie für eine tiefere Entspannung ein bis drei Minuten in der Pose bleiben.
Diese Position fördert sowohl die Muskelentspannung als auch eine beruhigende Wirkung auf den Geist.
4. Wirbelsäulendrehung in Rückenlage
Langsame Drehbewegungen können dabei helfen, angestaute Verspannungen im Rücken und Nacken zu lösen. Der Schlüssel liegt darin, sich nur so weit zu bewegen, wie es angenehm ist, und die Dehnung niemals zu erzwingen.

Legen Sie sich auf den Rücken und drücken Sie beide Knie an Ihre Brust. Senken Sie dann Ihre Knie zur Seite und drehen Sie gleichzeitig Ihren Oberkörper in die entgegengesetzte Richtung. Halten Sie beide Schultern auf dem Boden.
Versuchen Sie, Ihre Knie bei der Abwärtsbewegung auf einer Linie mit Ihren Hüften zu halten. Wenn es sich für Ihren Nacken gut anfühlt, drehen Sie Ihren Kopf in die entgegengesetzte Richtung zu Ihren Knien.
3 Möglichkeiten, Ihre Entspannungspraxis effektiver zu gestalten
Diese Posen fördern natürlich die Entspannung, aber ein paar einfache Gewohnheiten können sie noch wirkungsvoller machen.
Bauen Sie eine beständige Gewohnheit auf
Entspannung geschieht im Körper, beginnt aber im Gehirn. Wenn Ihr Gehirn lernt, bestimmte Bewegungen mit Ruhe zu verbinden, wird die Entspannung automatischer.
Das Gehirn lebt von Vertrautheit. Je konsequenter Sie üben, desto leichter fällt es Ihrem Nervensystem, in einen erholsamen Zustand zu wechseln.

Machen Sie Ihr Ausatmen länger als Ihr Einatmen
Dies ist eine der einfachsten und effektivsten Beruhigungstechniken. Eine längere Ausatmung aktiviert die natürliche Entspannungsreaktion des Körpers.
Während Sie eine Yoga-Pose einnehmen, verlangsamen Sie Ihre Atmung und machen Sie jedes Ausatmen etwas länger als jedes Einatmen. Sie werden fast sofort ein tieferes Gefühl der Ruhe bemerken.
Nutzen Sie eine nächtliche Entspannungsroutine
Das Befolgen derselben beruhigenden Routine vor dem Schlafengehen kann Ihnen helfen, schneller einzuschlafen. Mit der Zeit beginnt das Gehirn, bestimmte Handlungen mit Ruhe zu verknüpfen.
Sanftes Yoga, langsames Dehnen und entspanntes Atmen können Teil eines kraftvollen nächtlichen Rituals werden.
Wenn Sie regelmäßig Yoga praktizieren und diese Entspannungstechniken anwenden, dehnen Sie nicht nur Ihren Körper, sondern trainieren auch Ihr Nervensystem, um den Stressmodus leichter zu verlassen. Mit der Zeit fühlt sich die Ruhe nicht mehr selten an und wird zu Ihrem Alltagszustand.