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Aloe Vera Saft in Indien: Eine spirituelle und erfrischende Tradition

Aloe Vera Saft in Indien: Eine spirituelle und erfrischende Tradition

Aloe-Vera-Saft in Indien: Ein Schluck Tradition und Glaube

Als McRae erstmals in Indien ankam, wollte er unbedingt die authentische Ganges-Küche erleben und hoffte, ein lokales “Fly-Restaurant” zu finden. Doch als er an einem Straßenverkäufer vorbeikam, wurde er fast von dessen kunstvoller Einschenktechnik bespritzt.

Auf den ersten Blick erinnerte der Verkäufer mit seinen melancholischen Augen und lockigen Haaren an eine verloren geglaubte Version des Bollywood-Schauspielers Varun Dhawan, doch dessen akrobatische Einschenkkünste holten McRae schnell zurück in die Realität.

Nach mehreren Runden kunstvollen Einschenkens wurde ein Getränk namens Bonaji Sharbot aus Aloe Vera sorgfältig zubereitet. Trotz seiner verlockenden Optik erinnerte es etwas zu sehr an die Hinterlassenschaften einer durchzechten Nacht, was McRae in diesem fremden Land zusätzlich desorientierte.

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Im Gegensatz zu den weltweit verbreiteten industriell hergestellten Aloe-Getränken legen indische Straßenverkäufer größten Wert auf Handarbeit. Hier zählt der authentische, unverfälschte Geschmack – ein rohes, instinktives Erlebnis.

Die Bedeutung der Aloe Vera in der indischen Kultur

Für indische Verkäufer gilt die Zugabe von Süßungsmitteln oder Konservierungsstoffen zum Aloe-Vera-Saft als Sakrileg. Ihrer Überzeugung nach verunreinigen diese Zusätze das heilige Wesen der Pflanze, das in reiner Form bewahrt werden muss. Es geht nicht um bloßen Getränkeverkauf, sondern um die Bewahrung von Traditionen.

Die Auswahl der richtigen Aloe-Blätter entscheidet über die Qualität. Große, pralle Blätter gelten als Premiumware. Wer solche Blätter verwendet, verlangt selbstverständlich höhere Preise. Berührt jedoch ein Mönch die Pflanze oder wäscht sie der heilige Ganges unabsichtlich, explodieren die Preise. Der Volksmund behauptet, dieses spezielle Gebräu könne zusätzlichen Segen von Lord Shiva verleihen.

Die Herstellung des Saftes ist keine bloße Aufgabe, sondern eine Kunst. Aloe Vera wird über Nacht in Wasser eingeweicht, wodurch sie einen natürlich süßen Geschmack erhält. Die Verkäufer, mit einem kleinen Messer an der Hüfte, sezieren geschickt die Aloe-Blätter. Dabei entsteht eine schleimige Pulpe, als könne sie jeden Linderungssuchenden besänftigen.

Konsistenz und Geschmack des Saftes hängen von der Technik des Verkäufers ab. Ein erfahrener Verkäufer rührt die Mischung behutsam um. Manchmal nutzt er einen Ast eines nahen Baumes, um das Gebräu aufzulockern. Dies kann über den Erfolg des Endprodukts entscheiden.

Das fertige Getränk, reich an Aloe-Pulpe, wird oft mit Zimt, Gewürznelken und Kichererbsenmehl verfeinert. Der Verkäufer entscheidet nach eigenem Ermessen. Der Duft erfüllt die Luft und signalisiert: Dies ist kein gewöhnlicher Aloe-Vera-Drink. Wenn in den Gassen Neu-Delhis der Hauch von Gewürzen durch die Straßen zieht, ist dies ein klares Zeichen, dass der Verkäufer die Balance zwischen Geschmack und Aroma meisterhaft beherrscht.

Die Rolle der Lakritze und ihre Symbolik

Oft wird ein dickflüssiger, hausgemachter Lakritz-Sirup dem Aloe-Vera-Saft beigemischt. Für die Einheimischen hat dieser Sirup eine besondere Bedeutung. Seine Wertschätzung gleicht der Verehrung des Ganges-Flusses durch Millionen Hindus. Der Sirup gilt als heilig und verleiht dem Getränk eine spirituelle Dimension.

In Kombination mit Zitronensaft wird der Lakritzsirup zu einem Schönheitstonikum. Mit Curry vermischt, sagt man ihm mystische Kräfte nach. Doch wenn

Ein Ritual des Lebens

Für McRae war das Trinken des Aloe-Vera-Safts mehr als nur das Ausprobieren von etwas Neuem – es ging darum, die Kultur, die Traditionen und die Leidenschaft hinter jeder Tasse zu verstehen. Indische Straßenhändler, die Aloe-Vera-Saft mit solcher Sorgfalt und Hingabe zubereiten, erinnern uns daran, dass das Leben, ähnlich wie ihre Getränke, um Ausgewogenheit, Glauben und eine tiefe Verbindung zu den eigenen Wurzeln geht.

Viele Einheimische haben lebenslange Gewohnheiten entwickelt, dieses Gebräu zu trinken. Ein Einheimischer erzählte, dass er seit seinem sechsten Lebensjahr Aloe-Vera-Saft trinkt und es sogar schaffte, eine Wrestling-Meisterschaft in seiner Stadt zu gewinnen, während seine Freunde mit Unterernährung kämpften.

Trotz des manchmal rauen Erscheinungsbildes des Safts schwören diejenigen, die ihn angenommen haben, auf seine lebensverändernden Eigenschaften. Es ist mehr als nur ein Getränk – es ist Teil der Kultur, eine Lebensweise und ein tägliches Ritual, das die Menschen mit ihren Überzeugungen und ihrer Geschichte verbindet.

Fazit: Ein Getränk, das Indiens Seele widerspiegelt

Während viele über das Aussehen des Aloe-Vera-Safts spotten mögen, wird deutlich, dass die Kunstfertigkeit der Händler und die tiefen kulturellen Wurzeln ihn zu einem Getränk machen, das weit mehr ist als es scheint. Wie McRae feststellte, geht es nicht nur darum, ein Getränk zu konsumieren – es geht darum, die Seele Indiens Schluck für Schluck zu erleben.

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