Der Dresdner Striezelmarkt, der seit 1434 gefeiert wird, blickt auf über 585 Jahre Tradition zurück und zählt damit zu den ältesten und berühmtesten Weihnachtsmärkten Europas. Hier erlebt man zeitlose Festtraditionen wie Glühwein, handgefertigten Schmuck und köstliche Weihnachtsleckereien – Klassiker, die auf Märkten weltweit zu finden sind.
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Neben dem süßen Duft der Weihnachtsfreude können Besucher Chöre vor der prachtvollen Frauenkirche Weihnachtslieder singen hören, aus festlichen Dekorationen wählen und den warmen Geschmack von Glühwein sowie saisonalen Snacks genießen. Ein Erlebnis, das ein Leben lang in Erinnerung bleibt.
Striezel: Der Weihnachts-Fruchtkuchen
Die beliebteste Leckerei des Marktes ist zweifellos der traditionelle Stollen, lokal als Strietzel bekannt. Dieses berühmte Gebäck, das dem Markt seinen Namen gab, wird nach einem geheimen Rezept in traditioneller Backweise hergestellt. Der Kuchen ist mit einer weißen Zuckerglasur überzogen und mit Trockenfrüchten wie Rosinen und Mandeln gefüllt, die die Luft mit einem himmlisch süßen Aroma erfüllen.
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Jährlich am zweiten Samstag im Advent wird ein riesiger Stollen von etwa drei Tonnen feierlich enthüllt. Er wird durch den Markt getragen und von einem Bäckermeister angeschnitten, wobei Besucher eine Kostprobe des rekordverdächtigen Kuchens erhalten.
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Einzigartige Traditionen und Handwerkskunst
Zu den festlichen Schätzen zählen die berühmten “Pflaumentoffel”-Figuren. Diese geschwärzten Figürchen aus gedörrten Pflaumen stammen aus dem 19. Jahrhundert, als Dresdens Arme sie als Spielzeug nutzten. Heute kann man in Workshops lernen, seinen eigenen “Pflaumentoffel” als Glücksbringer anzufertigen.
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Ein weiteres Highlight ist die Erlkönig-Stufenpyramide, die weltweit größte ihrer Art. Mit 14,62 Metern Höhe ist sie aus Holz handgefertigt und auf jeder Ebene mit kleinen Figuren bestückt. 1999 wurde sie ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen – ein wahrhaft magischer Anblick.
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Weihnachtskonzerte in Dresden
Dresden veranstaltet zudem Weihnachtskonzerte, die perfekt zur Festtagsstimmung passen. Die Frauenkirche und die Kreuzkirche sind für hochkarätige Aufführungen von Weihnachtsliedern und Orgelmusik bekannt. Auch der Weihnachtsmarkt erfüllt die Luft mit einer Mischung aus populären und traditionellen Weihnachtsmelodien, die eine unvergessliche Atmosphäre schaffen.
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Dresdens Sehenswürdigkeiten abseits des Weihnachtsmarkts
Während Dresdens Weihnachtsmarkt die Hauptattraktion in der Festzeit ist, beherbergt die Stadt auch ganzjährig beeindruckende Wahrzeichen.
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Frauenkirche: Ein Symbol Dresdens
Die Frauenkirche ist eines der ikonischsten Bauwerke der Stadt. Der 1726 errichtete Sakralbau besticht durch seine markante Kuppel, die ihn von traditionellen spitzen Kirchtürmen der Region abhebt. Die filigrane Fassade mit prächtigen Steinmetzarbeiten ist ein Meisterwerk des Barocks und ein zentrales Symbol Dresdens. Zerstört im Zweiten Weltkrieg, wurde sie nach der Wiedervereinigung originalgetreu rekonstruiert.
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Semperoper
Die Semperoper ist ein Muss für Musik- und Theaterliebhaber. Das 1841 eröffnete Opernhaus im Neorenaissancestil beeindruckt mit prächtigen Deckengemälden und Skulpturen. Es gastierten hier bereits Komponisten wie Johann Strauss. Besucher können das Gebäude besichtigen oder Vorstellungen beiwohnen.
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Dresdner Residenzschloss
Gegenüber der Augustusbrücke gelegen, besticht das Dresdner Residenzschloss durch seine detailverliebten Fassaden und prunkvollen Tore. Das Grüne Gewölbe im Inneren beherbergt Europas größte Schatzkammer mit tausenden unschätzbaren Artefakten. Aufgrund begrenzter Besucherzahlen empfiehlt sich eine frühzeitige Ticketbuchung.
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Zwinger
Als eines der schönsten Barockbauwerke Deutschlands beeindruckt der im 18. Jahrhundert errichtete Zwinger durch seine kunstvolle Gestaltung. Der kreisrunde Innenhof mit Springbrunnen und Rasenflächen bietet eine symmetrische Ruheoase. Elegante Bogengänge verbinden die umliegenden Gebäude zu einer harmonischen Prachtanlage.
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