Eine neue Art von Schmuggelware
Wenn die Nacht über Ciudad Juárez hereinbricht, einer Stadt, die für ihre Grenzkonflikte berüchtigt ist, erlebt ein unerwartetes Produkt seinen Aufstieg in der Untergrundszene – Krispy Kreme-Donuts. Vergesst Drogen und gefälschte Waren; die wahre Beute hier sind glasierte, zartschmelzende Donuts, die direkt aus den USA geschmuggelt werden.


„Klassische Glasur, reichhaltige Füllung und die perfekte Luftigkeit – das ist der Goldstandard“, sagt Celesto, ein Straßenhändler, der für seine nächtlichen Donut-Lieferungen bekannt ist.

Juárez hat Donuts, aber keine Krispy Kreme. Lokale Backwaren, oft fettig und fade, können da nicht mithalten. Wie ein Einwohner es ausdrückt:
„Nennt sie Churros, frittiertes Brot oder Zuckerkuchen, aber nicht Donuts – es sei denn, ihr wollt, dass die Guzmán-Familie an eure Tür klopft.“

Warum Krispy Kreme?
Gegründet 1937, wurde Krispy Kreme zu einer der weltweit beliebtesten Donut-Marken, bekannt für ihre luftige Textur und üppigen Glasuren. Als das Unternehmen 2004 den mexikanischen Markt betrat, gewann es sofort die Herzen der Einheimischen.

Noch heute gelten Krispy Kreme-Donuts als ultimatives Mitbringsel in Mexiko. Reisende, die von Mexiko-Stadt in ländliche Gebiete fliegen, bringen oft eine Schachtel als Friedensangebot mit. Wer das vergisst, riskiert die scharf gewürzte Rache seiner Schwiegermutter.
