In einem ruhigen ländlichen Dorf in West Sussex, England, entwickelte sich ein privates Feuerwerk fast über Nacht zu einer öffentlichen Kontroverse.
Was als Feier begann, endete mit dem Tod eines Tieres und einer Welle öffentlicher Empörung.
Die zentrale Figur des Vorfalls ist Dean Richmond, ein wohlhabender Geschäftsmann und Besitzer einer großen Tierhandelskette.
Nach einer aufsehenerregenden Scheidung zog er in eine neu erworbene Villa im Wert von vier Millionen Pfund.
Derzeit lebt er dort mit seiner neuen Partnerin, einem Model, in der Hoffnung, ein glamouröseres Kapitel seines Lebens zu beginnen.
Stattdessen veränderte eine Nacht alles.
Die Lagerfeuernacht wird zum Nachbarschafts-Albtraum

Während der jährlichen Bonfire Night in Großbritannien veranstaltete Richmond im Hinterhof seines Anwesens ein aufwendiges Feuerwerk.
Bei der Veranstaltung gab es professionelle Techniker, laute Musik und ein großes Feuerwerk, das eher für öffentliche Feiern typisch ist.
Die Anzeige erfolgte jedoch ohne entsprechende Vorwarnung für die umliegende Gemeinde.
Die Umgebung seines Hauses besteht größtenteils aus Bauernhöfen, Ställen und Haushalten mit Haustieren.
Als das Feuerwerk begann, waren die Anwohner völlig überrascht.
Panik bei Haus- und Nutztieren

Die plötzlichen Explosionen versetzten die Tiere im ganzen Dorf in Angst und Schrecken.
Es wurde berichtet, dass Hunde heftig zitterten, ununterbrochen bellten und sich aufgrund von Stress übergeben mussten.
Einige Haustiere rannten unkontrolliert in ihre Häuser und konnten sich nicht beruhigen.
Der tragischste Ausgang ereignete sich auf einem nahegelegenen Bauernhof.
Durch den Lärm erschreckt, geriet ein Pferd in Panik und rannte mit voller Geschwindigkeit davon.
Es prallte gegen einen Zaun und erlitt tödliche Verletzungen.
Trotz aller Bemühungen des Tierarztes musste das Pferd eingeschläfert werden.
Heucheleivorwürfe schüren öffentliche Wut

Der Vorfall verbreitete sich schnell im Internet, was von vielen als tiefe Ironie empfunden wurde.
Richmonds Familienunternehmen,Ecke für Haustiere, vermarktet sich selbst als einer der tierfreundlichsten Tierhändler Großbritanniens.
Nur wenige Tage zuvor hatte das Unternehmen in den sozialen Medien Ratschläge zur Beruhigung von Haustieren während der Bonfire Night geteilt.
In der Zwischenzeit hatte der Besitzer in seinem eigenen Haus ein unangekündigtes Feuerwerk veranstaltet.
Für viele Beobachter war der Widerspruch nicht zu übersehen.
Entschuldigungen, die nicht überzeugen konnten
Als die Kritik zunahm, schickte Richmond einen Entschuldigungsbrief an die Anwohner.
Er erklärte, seine Absicht sei es, eine „familienfreundliche Feier“ auszurichten.
Er behauptete, er habe einige Nachbarn in der Nähe benachrichtigt und erwarte nicht, dass andere betroffen sein würden.
Er drückte auch seine Trauer über den Tod des Pferdes aus und versprach, nie wieder ein Feuerwerk zu veranstalten.
Sein Unternehmen gab später eine separate Erklärung ab, in der es betonte, dass die Veranstaltung privat sei und nichts mit seinem Geschäftsbetrieb zu tun habe.
Die Reaktion trug wenig dazu bei, die öffentliche Wut zu beruhigen.
Online-Gegenreaktionen und Forderungen nach Rechenschaftspflicht
Dorfbewohner und Social-Media-Nutzer warfen Richmond Egoismus und Verantwortungslosigkeit vor.
Viele argumentierten, dass jeder, der in der Nähe von Bauernhöfen lebt, verstehen sollte, wie gefährlich Feuerwerkskörper für Tiere sein können.
Einige fragten sich, ob sein öffentliches Image als Tierliebhaber echt sei.
Andere riefen offen zum Boykott seiner Geschäfte auf.
Mehrere Kommentatoren meinten, dass es bei dem Feuerwerk weniger um Tradition als vielmehr um das persönliche Ego ging.
Es verbreiteten sich Spekulationen darüber, dass die Veranstaltung dazu gedacht war, seine Scheidung zu feiern oder seinen Reichtum zur Schau zu stellen.
Eine Gemeinschaft mit anhaltenden Zweifeln
Für die Anwohner geht es dabei weit über eine einzelne Feier hinaus.
Sie haben das Gefühl, dass ihre Sicherheit, ihre Tiere und ihre Gemeinschaft nur im Nachhinein behandelt wurden.
Der Vorfall hat in Großbritannien die Debatte über Feuerwerk, Tierschutz und die Verantwortung, die mit Reichtum einhergeht, neu entfacht.
Wenn Handlungen so deutlich im Widerspruch zu Werten stehen, ist es schwierig, Vertrauen wiederherzustellen.