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Ein Erdloch, das das tägliche Leben in Saitama veränderte

Die Erdlochkatastrophe in Saitama in Japan bleibt auch nach einem Jahr ungelöst, sodass die Bewohner unter Abwassergeruch, Korrosion und ständiger Angst leiden.

Am Morgen des 28. Januar 2025 um 9:49 Uhr erschütterte ein plötzlicher Straßeneinsturz die Stadt Yashio in der japanischen Präfektur Saitama. Ohne Vorwarnung öffnete sich ein riesiges Erdloch und verschluckte einen Lastwagen und seinen 74-jährigen Fahrer. Der Vorfall verwandelte einen gewöhnlichen Wochentag sofort in einen Albtraum.

Feuerwehrleute der örtlichen Wache trafen innerhalb weniger Minuten ein. Zu diesem Zeitpunkt war das Erdloch etwa neun Meter lang, zehn bis elf Meter breit und etwa neun Meter tief. Die Rettungsteams gingen zunächst davon aus, dass eine große Chance bestand, den Fahrer zu retten.

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Allerdings erwies sich der Boden rund um das Gelände als instabil. Schwere Rettungsgeräte konnten nicht sicher eingesetzt werden. Bald folgten weitere Einstürze und das Loch weitete sich weiter aus. Schließlich wuchs das beschädigte Gebiet auf eine Breite von fast vierzig Metern und eine Tiefe von fünfzehn Metern an, was die Rettungsbemühungen äußerst schwierig machte.

Ein tragisches Rettungsergebnis

Nach mehr als drei Monaten ununterbrochener Rettungsarbeiten wurde die Leiche des Fahrers schließlich in der Kanalisation entdeckt. Am 2. Mai des folgenden Jahres fanden Suchtrupps bei einer internen Kanalisationsinspektion seine sterblichen Überreste in der Kabine des umgestürzten Lastwagens. Nach Angaben der Polizei war der Fahrer schon seit längerem tot, die genaue Todesursache konnte nicht geklärt werden.

Die örtlichen Behörden gaben später an, dass der Einsturz wahrscheinlich durch Korrosion und Bruch unterirdischer Abwasserrohre verursacht worden sei. Die Beamten gingen zunächst davon aus, dass die Reparatur des Abwasserkanals und die Wiederherstellung der Straße den Anwohnern und Unternehmen in der Umgebung eine relativ schnelle Rückkehr zum normalen Leben ermöglichen würden.

Fast ein Jahr später ist diese Hoffnung nicht Wirklichkeit geworden.

Warum die Straße immer noch nicht repariert ist

Auch heute noch wird das Abwasser in der Nähe des Standorts durch provisorische Entwässerungsrohre umgeleitet. Obwohl bis Ende Dezember 2025 neue Abwasserrohre installiert wurden, sind eine zusätzliche Korrosionsschutzbehandlung und eine Innenverstärkung erforderlich. Die Behörden schätzen, dass das Abwasser erst Ende März vollständig in das neue System umgeleitet wird, was bedeutet, dass die Straßenreparaturen möglicherweise erst im April beginnen.

Für die Anwohner war diese lange Verzögerung anstrengend. Viele sagen, dass sie ihre Grenzen erreicht haben, nachdem sie ein ganzes Jahr lang mit Störungen, Gerüchen und Ängsten gelebt haben.

Auswirkungen auf das tägliche Leben: Korrosion und defekte Geräte

Matsui Taeko betreibt seit fast zwanzig Jahren einen kleinen Lebensmittelladen. Das Erdloch liegt nur zwanzig Meter von ihrem Laden entfernt. Seit dem Einsturz musste ihr Geschäft schließen. Im Inneren zeigt der Kalender immer noch das Datum des letzten Jahres an, als ob die Zeit eingefroren wäre.

Die Präfekturregierung von Saitama gewährte Unternehmen im Umkreis von zweihundert Metern eine Entschädigung in Höhe von einhunderttausend Yen. Für viele Eigentümer reichte dieser Betrag kaum aus, um ihre Verluste zu decken.

Matsui bemerkte auch ernsthafte Probleme in ihrem Haus. Beide Klimaanlagen funktionierten nicht mehr. Die Reparaturkosten beliefen sich auf etwa zweihundertdreißigtausend Yen, die sie selbst bezahlen musste.

Andere Bewohner berichteten von ähnlichen Problemen. Ein Hausbesitzer sagte, die Außeneinheit seiner Klimaanlage sei innerhalb weniger Monate schwarz geworden. Experten zufolge ist die wahrscheinliche Ursache Schwefelwasserstoff, ein giftiges Gas, das für seine starke ätzende Wirkung bekannt ist. Dieses Gas kann die Metallkorrosion beschleunigen, insbesondere in feuchten Umgebungen. Es wird häufig mit Abwassersystemen in Verbindung gebracht und wird im Folgenden ausführlich erläutertSchwefelwasserstoff.

Die Behörden bestätigten, dass sie mehrere Beschwerden über Geräteausfälle erhalten hätten. Sie erklärten, dass eine Entschädigung in Betracht gezogen werde, sobald ein direkter Zusammenhang zwischen der Gasexposition und dem Geräteschaden bestätigt werde.

Auswirkungen auf das tägliche Leben: Überwältigender Geruch

Anwohner, die im Umkreis von 70 Metern um das Erdloch wohnen, sagen, der Geruch sei unerträglich. Eine Frau erklärte, dass der Gestank des Abwassers es unmöglich mache, länger als zehn Minuten im Freien zu bleiben. Sie beschrieb ihr Privatleben als das Leben in einer Toilette, Tag und Nacht.

Ein anderer Anwohner berichtete, er sei wegen des Geruchs mitten in der Nacht aufgewacht. Viele klagen über Appetitlosigkeit, Schlafprobleme und anhaltende Halsbeschwerden.

Am 22. Januar gaben örtliche Abwasserbeamte an, dass der Schwefelwasserstoffgehalt niedrig und nicht direkt schädlich sei. Sie gaben jedoch zu, dass der Geruch und der ständige Stress das autonome Nervensystem beeinträchtigen und möglicherweise indirekte Gesundheitsprobleme verursachen könnten.

Um auf die Bedenken der Bewohner einzugehen, bot die Präfektur Einzelberatungen mit Psychologen an. Viele Einheimische fragten sich, wie emotionale Unterstützung allein ein Umweltproblem lösen könne.

Auswirkungen auf das tägliche Leben: Ständige Vibrationen und Strukturschäden

Bauarbeiten rund um das Erdloch haben zu anhaltenden Vibrationen geführt. Einige Bewohner berichten, dass ihre Häuser rund um die Uhr wackeln. In Wänden und Decken sind Risse aufgetreten, die einen möglichen Einsturz befürchten lassen.

Bisher wurden rund vierzig Beschwerden wegen Bauschäden eingereicht. Die Beamten versprachen, dass nach Abschluss der Bauarbeiten Inspektionen durchgeführt und gegebenenfalls eine Entschädigung geleistet würden.

Obwohl die Vibrationen seit Mai nachgelassen haben, bemerken die Bewohner während der laufenden Arbeiten immer noch, dass Pflanzen in ihren Häusern zittern.

Eine Gemeinschaft, die immer noch wartet

Fast ein Jahr nach der Katastrophe sind drei große Probleme weiterhin ungelöst. Anhaltende Gerüche, Sachschäden und tägliche Störungen beeinträchtigen weiterhin die Gemeinde. Als Reaktion darauf gründeten die Anwohner eine Opfervereinigung, um gemeinsam ihre Bedenken zu äußern.

Die Mitglieder sagen, dass sie keinen Konflikt mit der Regierung suchen. Sie möchten einfach, dass ihr Leiden anerkannt und angesprochen wird. Bis die Straße repariert ist und sich der Alltag wieder normalisiert, bleibt das Erdloch mehr als ein Loch im Boden. Es ist ein Symbol für anhaltende Unsicherheit und Frustration.

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