Stellas ungewöhnliches Verhalten
Hunde erkennen Krebs: Stellas beharrliches Verhalten half dabei, versteckten Brustkrebs frühzeitig zu erkennen und rettete so das Leben ihrer Besitzerin. Im NormalfallbritischHaushalt, ein flauschigerCocker Spanielnamens Stella zeigte ein ungewöhnliches Verhalten, das ihre Besitzerin Diane verwirrte.
Sie ignorierte Spielzeug, Essen und sogar das Faulenzen auf dem Sofa. Stattdessen schnüffelte Stella wiederholt an Dianes linker Brust und klopfte leicht mit ihrer Pfote darauf.
Zuerst dachte Diane, es sei normales Verhalten eines Welpen. Stella war erst seit einem Jahr bei der Familie. Doch Diane litt damals unter starken Rückenschmerzen und Physiotherapie brachte keine Linderung.
Entdeckung eines schwerwiegenden Gesundheitsproblems
Nachdem Stella sich vier Monate lang hartnäckig verhalten hatte, bemerkte Diane Blutergüsse und Schwellungen an der Stelle, an der Stella drückte. Sie erkannte, dass der Hund sie möglicherweise auf etwas Ernstes aufmerksam machen wollte.
Diane ging zu aBirminghamKrankenhaus für Brustuntersuchungen. Die Ärzte führten Mammographien, Biopsien und Ultraschalluntersuchungen durch. Sie fanden Krebs genau an der Stelle, an der Stella geklopft hatte.
Die oberflächlichen Blutergüsse wurden von Stella verursacht, aber tiefer im Inneren gab es sielobulärer Brustkrebs. Früherkennung bedeutete eine höhere Überlebenschance.
Diane unterzog sich einer Tumorentfernung und einer Lymphknotenentfernung. Ein CT-Scan ergab, dass sich der Krebs auf ihre Wirbelsäule ausgebreitet hatte, was ihre anhaltenden Rückenschmerzen erklärte.
Dank Stellas rechtzeitiger Warnung wurde Diane sofort behandelt und konnte die Ausbreitung erfolgreich kontrollieren. Mittlerweile hat sie sich erholt und genießt eine gute Lebensqualität. Stella ist die Rettung ihres Lebens zu verdanken.
Die Fähigkeit von Hunden, Krebs zu erkennen

Stella ist nicht der erste Hund, der eine Krankheit erkennt. Die wissenschaftliche Dokumentation reicht bis ins Jahr 1989 zurückDie Lanzetteveröffentlichte einen Fall über einen Hund, der seine Besitzerin auf ein bösartiges Melanom an ihrem Bein aufmerksam machte.
Seitdem wurden viele ähnliche Fälle gemeldet. Forscher haben untersucht, was Hunde riechen können. Die Antwort liegt darinflüchtige organische Verbindungen(VOCs).
Krebszellen verstoffwechseln anders als normale Zellen und produzieren einzigartige Chemikalien, die im Atem, Urin, Schweiß oder auf der Haut vorkommen. Menschen können sie normalerweise nicht erkennen. SogarHarvard-UniversitätForscher konnten in Plasmaproben von Patientinnen mit Eierstockkrebs keine Anomalien riechen.
Forschung an Hunden zur Erkennung von VOCs

EntsprechendUniversität von PennsylvaniaForscher am Working Dog Center der School of Veterinary Medicine entdecken, dass Hunde VOCs in extrem niedrigen Konzentrationen erkennen – bis zu einem Teil pro Billion. Das ist, als würde man einen einzigen Tropfen Flüssigkeit in ein olympisches Schwimmbecken geben.
Die Erkennungsgenauigkeit von Hunden ist beeindruckend. Eine Studie imEuropäisches Respiratory Journalzeigte, dass professionell ausgebildete Hunde Lungenkrebs mit einer Sensitivität von 71 % und einer Spezifität von 93 % erkannten.
Ein bemerkenswerter Fall betrifft Dr. Claire Guest, Mitbegründerin einer britischen gemeinnützigen Organisationmedizinischer SpürhundOrganisation. Ihre Labradorhündin Daisy streichelte beharrlich ihre Brust, was eine ärztliche Untersuchung veranlasste, bei der ein tief verborgener bösartiger Tumor entdeckt wurde. Daisy hat ihr das Leben gerettet.
Schulung und klinische Anwendungen
Seitdem haben mehrere internationale Teams Doppelblindexperimente durchgeführt, um die Fähigkeit von Hunden, Krebs zu erkennen, zu überprüfen. Im Vereinigten Königreich schulen Wohltätigkeitsorganisationen für medizinische Spürhunde Hunde systematisch darin, Hunde zu erkennenDarmkrebs,Prostatakrebs,Blasenkrebs, Parkinson-Krankheit und Malaria, und einige Programme befinden sich bereits in klinischen Studien.
Die Mensch-Hund-Bindung
Hunde wie Stella verstehen weder VOCs noch die medizinische Wissenschaft. Sie spüren einfach, dass etwas nicht stimmt und machen ihre Besitzer ständig darauf aufmerksam.
Diese einzigartige Bindung zeigt die Tiefe der Liebe und Fürsorge zwischen Menschen und Hunden – gegenseitige Fürsorge, die manchmal Leben retten kann.