Polydaktylenkatzen sind wirklich eine der skurrilsten Schöpfungen der Natur. Im Gegensatz zu typischen Katzen – die fünf Zehen an den Vorderpfoten und vier am Rücken haben – haben diese einzigartigen Katzen oft sechs oder sogar mehr Zehen an jeder Pfote.
Dieses ungewöhnliche Merkmal ist auf eine genetische Erkrankung zurückzuführen, die als bekannt istPolydaktylie, und obwohl es ungewöhnlich aussieht, kommt es in bestimmten Teilen der Welt überraschend häufig vor. Noch besser? Es kann bei jeder Rasse auftreten, unabhängig von Größe, Geschlecht oder Felltyp.
Lassen Sie uns untersuchen, was diese Vielzehenkatzen so faszinierend macht.
01 Dahinter steckt eine genetische Mutation

Das Herzstück polydaktyler Katzen ist eine einfache genetische Wendung – eine Mutation in einem dominanten Gen. Diese Mutation führt typischerweise dazu, dass Katzen zwischen vier und sieben Zehen pro Pfote haben.
Am häufigsten treten die zusätzlichen Zehen an den Vorderpfoten auf, in seltenen Fällen können jedoch auch alle vier Pfoten betroffen sein.
Arten von Polydaktylenpfoten
- Postaxial:An der Außenseite der Pfote wachsen zusätzliche Zehen
- Präaxial:Auf der Innenseite (in der Nähe des „Daumens“) erscheinen zusätzliche Zehen.
- Mesoaxial:Zusätzliche Zehen sind über die Pfote verteilt und sorgen für ein gemischtes Erscheinungsbild
Im Allgemeinen ist Polydaktylie harmlos. Es hat keinen Einfluss auf die Gesundheit einer Katze – obwohl estutMachen Sie das Nagelschneiden zu einer etwas größeren Herausforderung.
Es ist jedoch wichtig, diese Erkrankung nicht mit der radialen Hypoplasie bei Katzen zu verwechseln, einer weitaus schwerwiegenderen Erkrankung. Während bei beiden Erkrankungen zusätzliche Zehen auftreten können, kann eine radiale Hypoplasie schwere Deformationen der Gliedmaßen und Beweglichkeitsprobleme verursachen, insbesondere wenn sie unverantwortlich gezüchtet wird.
02 Manche Katzen haben „Handschuhpfoten“

Bestimmte polydaktyle Katzen – insbesondere solche mit präaxialen Merkmalen – entwickeln sogenannte „Handschuhpfoten“.
Diese Pfoten sehen aus, als hätten sie winzige Daumen, die herausragen, was ihnen ein bezauberndes, handschuhesartiges Aussehen verleiht. Obwohl sie menschlichen Daumen ähneln, sind sie nicht gegensätzlich, was bedeutet, dass Katzen nicht wie wir Gegenstände greifen können.
Dennoch ist es eines der bezauberndsten Merkmale dieser Katzen.
03 Zusätzliche Zehen können überraschend nützlich sein

Diese zusätzlichen Zehen dienen nicht nur der Show – sie können Katzen tatsächlich einen Vorteil verschaffen.
Mit breiteren, stabileren Pfoten zeichnen sich Polydaktylkatzen oft durch Folgendes aus:
- Balancieren auf unebenem Untergrund
- Effizienter klettern
- Jagen und Beute fangen
Ihr verbesserter Grip und ihre Stabilität machen sie überraschend wendig.
Wenn Sie jedoch einen besitzen, vergessen Sie nicht: Jeder Zeh hat eine Kralle. Regelmäßige Pflege- und Kratzbäume sind zum Schutz Ihrer Möbel unerlässlich.
04 Seeleute galten einst als Glücksbringer

Historisch gesehen waren polydaktyle Katzen geschätzte Begleiter auf Schiffen. Ähnlichschwarze KatzenUndKattunkatzenMan glaubte, dass sie Glück bringen würden.
Ihre breiten Pfoten machten sie hervorragend für:
- Bei rauer See das Gleichgewicht halten
- Jagd auf Nagetiere an Bord von Schiffen
Aus diesem Grund verbreiteten sie sich besonders häufig in Regionen wie Westengland, Wales, Kanada und den östlichen Vereinigten Staaten.
Viele glauben, dass ihre Verbreitung in diesen Gebieten direkt mit den transatlantischen Schifffahrtsrouten zusammenhängt.
05 Ernest Hemingway machte sie berühmt

Polydaktyle Katzen werden oft „Hemingway-Katzen“ genannt – und das aus gutem Grund.
Der legendäre Schriftsteller Ernest Hemingway erhielt einst von einem Schiffskapitän eine weiße polydaktyle Katze namens Snow Ball als Geschenk. Er war schnell von diesen einzigartigen Katzen fasziniert.
Heute leben in seinem ehemaligen Zuhause in Key West, Florida – dem heutigen Ernest Hemingway Home and Museum – rund 50 Nachkommen seiner Katzen. Bemerkenswerterweise trägt etwa die Hälfte von ihnen immer noch das Merkmal Polydaktylus.
06 Maine-Coon-Katzen hatten es einmal häufig

Die ikonische Rasse Maine Coon hatte einst eine starke Verbindung zur Polydaktylie.
Maine Coons stammen aus rauen, schneereichen Klimazonen und entwickelten große, isolierte Pfoten, die wie natürliche Schneeschuhe funktionierten. Zusätzliche Zehen verstärkten diese Fähigkeit nur und sorgten für bessere Traktion und Wärme.
Einst waren fast 40 % der Maine Coons Polydaktylen.
Obwohl die Häufigkeit dieses Merkmals durch die moderne Zucht zurückgegangen ist, werden polydaktyle Maine Coons auch heute noch von einigen Katzenliebhabern anerkannt und bewundert.
07 Eine Katze hält einen Weltrekord für Zehen

Wenn Sie denken, dass sechs oder sieben Zehen beeindruckend sind, warten Sie, bis Sie das hören.
Laut derGuinness-Weltrekorde, ein rot getigerter Kater namens Jake, hält den Rekord für die meisten Zehen einer Katze.
Er hatte ein unglaubliches28 Zehen– das sind sieben auf jeder Pfote. Noch faszinierender? Jeder Zeh hatte seine eigene Krallen-, Ballen- und Knochenstruktur.
Letzte Gedanken
Polydaktyle Katzen sind mehr als nur eine visuelle Kuriosität – sie sind ein perfektes Beispiel dafür, wie die Genetik etwas sowohl Ungewöhnliches als auch Funktionelles schaffen kann.
Von ihrer maritimen Vergangenheit bis hin zu ihrer gesteigerten Beweglichkeit erobern diese Katzen weiterhin die Herzen von Tierliebhabern auf der ganzen Welt.
Und seien wir ehrlich: Zusätzliche Zehen machen es nur noch schwieriger, ihnen zu widerstehen. 🐾