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Frittierte Esskultur: Warum 70 % der Insassen frittierte Lebensmittel wählen

In den USA sind frittierte Speisen nicht nur eine Mahlzeit – sie sind praktisch ein Lebensstil. Diese tief verwurzelte Frittierkultur zeigt sich darin, dass laut dem Buch Meals to Die For des ehemaligen texanischen Gefängniskochs Brian D. Price fast 70% der Todeskandidaten frittierte Speisen als letzte Mahlzeit verlangen. Und unter diesen führt frittiertes Hühnchen die Liste an.

Amerikas Frittier-Faszination

Von TV-Serien wie Die Simpsons bis hin zu Reddit-Witzen sind frittierte Speisen zum Inbegriff “authentischer” amerikanischer Küche geworden. Ein Reddit-Nutzer scherzte: “Wenn man den Originalgeschmack zerstören kann, indem man es paniert und frittiert, werden Amerikaner es essen.”

Während das Frittieren weltweit in Küchen verwurzelt ist, entstand das moderne Frittieren in Fettbad – selbst der Begriff “Deep Fry” – erst im 19. Jahrhundert. Europa wird oft als Geburtsort angesehen, wobei Großbritannien und später die USA diese Zubereitungsart perfektionierten.

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Die Entstehung von Fish and Chips

Im Jahr 1860 eröffnete Joseph Malin den ersten Fish-and-Chips-Laden in London. Diese fettige Kombination wurde zum “Nationalgericht” Großbritanniens – und zur Pointe unzähliger Kochwitze im Internet.

Inzwischen hat die USA das Frittieren auf ein ganz neues Niveau gehoben.

Südliche Wurzeln und industrieller Aufschwung

Das Frittieren erlangte im Süden Amerikas Popularität, wo heißes, schwüles Wetter Backen unpraktisch machte. Die Armut nach dem Bürgerkrieg führte auch zum Frittieren billiger Fleischstücke wie Hühnerbeine und Schweineohren. Durch Tiefenfrittieren konnten zähe, unappetitliche Fleischstücke in knusprige, begehrenswerte Comfort Food verwandelt werden – ähnlich der Logik hinter dem chinesischen Feuertopf.

Als die USA industrialisierten, wurden schnelle, effiziente Kochmethoden unerlässlich. Frittierte Lebensmittel erfüllten alle Anforderungen: schnell, erschwinglich und geschmackvoll. Es war die ultimative Arbeiterklasse-Küche.

Von Kantinen zu Jahrmärkten

Anders als Britanniens Eintagsfliege (Fisch und Pommes) schufen die USA ein ganzes Frittier-Universum. Es gibt sogar eine kalifornische Imbissbude namens Heart Attack Cafe, wo Krankenschwestern alles Frittierte unter Cholesterin-Warnhinweisen servieren.

Denkst du, es geht nicht noch seltsamer? Gib bei Google “frittiert [beliebiger Begriff]” ein und du wirst höchstwahrscheinlich ein amerikanisches Rezept finden. Lammhoden? Check. Snickers-Riegel? Definitiv. Hochklassige Restaurants verwenden sogar frittierte Snickers als Echtheitstest.

Wenn Essen auf Absurdität trifft

Von frittierten Äpfeln und Erdbeeren über Wassermelone bis hin zu Ananas – die Amerikaner haben alles ausprobiert. Das Ergebnis? Ein fettiger Knusper, gefolgt von plötzlicher Süße – eine überraschende Wendung für Ihren Gaumen.

Und dabei bleibt es nicht bei Obst.

Frittierte Pizza? Check. Frittierter Hamburger? Absolut.

Zucker gesellt sich zur Party

Frittieren und Zucker sind Co-Piloten amerikanischer Desserts. Die USA mit nur 300 Millionen Einwohnern verbrauchen fast so viel Zucker wie Chinas 1,3 Milliarden. Doch statt zu konkurrieren, arbeiten Zucker und Frittieren zusammen.

Eiscreme, Geburtstagskuchen, sogar Kaugummi – ja, all das wurde schon frittiert.

Der Gipfel der frittierten Absurdität

Frittiertes Bier? Das existiert. Ebenso wie frittierter Tequila, Cola und sogar Leitungswasser. Die Konsistenz? Knusprige Hüllen, die überraschende Flüssigkeiten freigeben.

Es gibt sogar frittierte Bloody Mary-Kugeln.

Frittiertes Essen als politische Metapher

Während der Großen Depression verspotteten Kritiker von Präsident Franklin D. Roosevelt seine Wirtschaftspolitik mit Schlagzeilen wie “Präsident frühstückt gebratene Kapitalisten”.

In Amerika ist Frittieren nicht nur eine Kochmethode – es ist Satire, Tradition, Identität und Völlerei. Ein knuspriges, goldenes Symbol der amerikanischen Lebensart.

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