Lassen Sie mich ein Restaurant mit dem Namen beschreibenHerzinfarkt-Grill. Es ist empörend. Wenn Sie mehr als 350 Pfund (ca. 159 kg) wiegen, essen Sie kostenlos. Auf der Speisekarte stehen echte Zucker-Cola, ungefilterte Zigaretten an der Theke, in reinem Schmalz gekochte Pommes und butterreiche Milchshakes. Wenn Sie sich hinsetzen, ziehen Sie einen Krankenhauskittel an. Ihre Kellnerin verkleidet sich als Krankenschwester. Und wenn Sie Ihr Essen nicht aufessen? Die „Krankenschwester“ verprügelt dich mit einem Holzpaddel. Hart. Das istHerzinfarkt-Grillfür dich.
Also. Was ist das Reizvollste an diesem Ort? Beginnen wir mit dem Gründer.

Vom Fitness-Guru zum Junk-Food-König
Jon Basso – der im Restaurant „Doktor Jon“ spielt – leitete früher ein Beratungsunternehmen zur Gewichtsabnahme. Die Ironie ist atemberaubend.
Aber Folgendes ist Basso aufgefallen. Seine Kunden sprachen über ihre „Cheat Days“. Man würde sagen: „Letzten Cheat-Day habe ich drei Cheeseburger, einen ganzen Eimer Brathähnchen gegessen und jeden Tropfen meines Milchshakes ausgetrunken.“ Ein anderer würde prahlen: „Ich habe eine ganze zwölf Zoll große Pizza, voll mit Wurst und zusätzlichem Käse, demoliert.“
Cheat Days waren in der amerikanischen Fitnesskultur ein fester Bestandteil. Sogar Dwayne „The Rock“ Johnson hat über ihn gepostet.
Und Basso dachte: Wenn du schummeln willst, dann schummele den ganzen Weg. Niemand weiß, wie man sich verwöhnt, so wie ich.
Also konzipierte er ein Restaurant, das auf Öl, Zucker und Kalorien basiert. So ungesund wie möglich.

Die „Krankenhaus“-Ästhetik
Bassos Inspiration für die Krankenschwester-Outfits? WahrscheinlichHupen, die berühmte amerikanische Brustschmuckkette. Der ersteHerzinfarkt-Grillwurde 2005 in Tempe, Arizona eröffnet. Ein Standort in Dallas wurde 2011 eröffnet, aber schnell geschlossen. Später in diesem Jahr wurde der Standort in Las Vegas eröffnet. Es läuft noch heute.

Die Speisekarte: „Geschmack, für den es sich zu sterben lohnt“
Die Speisekarte ist etwas anderes.
- Burger werden „Bypass“-Burger genannt – wie bei einer Herzbypass-Operation. Ein einzelner Bypass (etwa ein halbes Pfund Rindfleisch). Ein Achtfach-Bypass? Vier Pfund Rindfleisch. Dieser Burger enthält zwanzigtausend Kalorien.
- Daneben: „Über 350 Pfund isst umsonst.“ Aber es gibt Bedingungen. Du musst ein Getränk kaufen. Sie müssen sich von einer Krankenschwester beraten lassen. Kein Essen zum Mitnehmen.
- Auch die Speisekarte hat einen bestimmten Ton. „Fette Scheiß-Pommes.“ Und in der Steuerzeile steht „8,38 % für unsere verschwenderische und erbärmliche Regierung“, wobei „Regierung“ absichtlich falsch geschrieben ist.

Die Getränkekarte: Genauso wild
Ebenso einzigartig ist die Getränkekarte. Highlight: spritzenförmige Wodka-Gelee-Shots. Halb Wodka, halb Wackelpudding. Jemand hat das nach Russland geschickt.
Deflation und schwarzer Humor
Schauen Sie sich ein Menü aus dem Jahr 2010 an und Sie werden die Preisänderungen sehen. Über ein Jahrzehnt hinweg hat sich das amerikanische Durchschnittseinkommen kaum verändert. Aber die Preise schon.
Die Grünen beschweren sich immer noch über die Regierung. Diesmal: „Obama erhält 9,1 %.“ Ich habe gelacht.
Neben dem Blue Ribbon-Bier: „Die letzte amerikanische Brauerei.“ Es trägt ein gewissesHillbilly-ElegieGeschmack – postindustriell, verloren, bitter.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Jon Basso 2017 für Trump gestimmt hat.

Ehrliches Junk Food
In mancher Hinsicht ist Basso erfrischend direkt. Der Restaurantname und die Speisekarte sagen eines deutlich: „Hier ist nichts gesund. Aber es macht glücklich.“
In Interviews kritisierte er Fast-Food-Ketten, die vorgaben, gesund zu sein. Er verspottet den Cheeseburger mit einem einzigen traurigen Salatblatt. Im Gegensatz zu ihnen verstellt er sich nicht. Er verkauft offen Mülllebensmittel. Ehrlich.
In einem Interview mit Bloomberg TV im Jahr 2013 hielt Basso eine Tasche in die Kamera. „Das ist die Asche meines Kunden“, sagte er. „Er ist beim Essen in meinem Restaurant gestorben.“ Dann fügte er ruhig hinzu: „Ich sage dir – mein Essen wird dich töten!“

Wie schmeckt es also?
Auf dem Schild draußen steht: „Geschmack, für den es sich zu sterben lohnt.“
Aus Bewertungen? Es ist nicht so gut. Aber fast niemand isst Burger. Sie greifen zur Tracht Prügel. Und offenbar halten sich die Pflegekräfte nicht zurück.

Der wahre Punkt
Herzinfarkt-Grillist nicht nur ein Restaurant. Es ist Performance-Kunst. Ein Kommentar zum amerikanischen Exzess. Ein Mittelfinger zur Lebensmittelmoral. Und vielleicht, nur vielleicht, eine Erinnerung daran, dass Freude und Gefahr manchmal auf einem Teller liegen.
Man geht nicht dorthin, um gut zu essen. Du gehst dorthin, um zu lachen. Zum Anstarren. Etwas so Übertriebenes zu erleben, dass man den Kopf schüttelt – und sich vielleicht den Hintern reibt.
Ist es falsch? Wahrscheinlich. Aber in Las Vegas ist falsch oft richtig. Und in Amerika sind Kalorienbomben eine Liebessprache.